Event

Vor 85 Jahren: Deportation der Deutschen in der Sowjetunion 1941

Friday, September 18, 2026 at 2:30 PM – Sunday, September 20, 2026 at 1:30 PM, Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Bericht über Deportation der Deutschen in der Sowjetunion 1941.

Die Deportationen von 1941 bedeuteten das gewaltsame Ende der deutschen Siedlungsgebiete im europäischen Teil der Sowjetunion und in Kaukasien. Sie stellten eine dramatische Zäsur dar, deren Folgen bis heute im Selbstverständnis der Betroffenen und ihrer Nachkommen spürbar sind. Dies gilt insbesondere für die Identität der mehr als 2,5 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mit russlanddeutschem (Spät-)Aussiedlerhintergrund. Die Konferenz beleuchtet Hintergründe, Auswirkungen und Folgen der Deportationen und schlägt die Brücke zu aktuellen Fragen der Erinnerungskultur und Integration.

Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft und mit finanzieller Unterstützung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten statt.

Gerahmt von der Konferenz findet am Freitag, 18. September ab 18.30 Uhr die Diskussionsveranstaltung „Deportation und Erinnerung. 85. Jahrestag der Zwangsumsiedlung der Russlanddeutschen 1941“ anlässlich des Jahrestags der Deportationen statt.

Die Konferenz wird sowohl in Präsenz im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung angeboten, sowie im Live Stream.

PROGRAMM

Freitag, 18. September 2026

14.30 Uhr, Begrüßung

Dr. Roland Borchers, Direktor des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Einführung

Prof. Dr. Dietmar Neutatz, Universität Freiburg

 

15.00 - 16.45 Uhr, Panel 1

Dr. habil. Pavel Polian, Universität Freiburg, Ethnische Deportationen als Lieblingsinstrument der Politik Stalins

Dr. Alfred Eisfeld, Göttinger Arbeitskreis e.V., Vorgeschichte der Entscheidung zur Deportation der Deutschen 1941

Prof. Dr. Jan C. Behrends, Europa Universität Viadrina Frankfurt/Oder, „Faschismus“ als sowjetische Zuschreibung in längerfristiger Perspektive

Diskussion, Moderation: Prof. Dietmar Neutatz, Universität Freiburg

 

16.45 - 17.00 Uhr, Kaffeepause

 

17:00 - 18:10 Uhr, Panel 2

Prof. Dr. Dietmar Neutatz, Universität Freiburg, Die Deutschen als „Gefahr“: längerfristige Wahrnehmungsmuster

Prof. Dr. Dieter Pohl, Universität Klagenfurt, Ziele und Methoden nationalsozialistischer Politik in den besetzten Gebieten der Sowjetunion

Diskussion, Moderation: PD Dr. Hans-Christian Petersen, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

 

18.30 Uhr Diskussionsveranstaltung: 

Deportation und Erinnerung. 85. Jahrestag der Zwangsumsiedlung der Russlanddeutschen 1941

Bitte melden Sie sich hier gesondert für die Veranstaltung an!

 

Samstag, 19. September 2026

09.00 - 10.30 Uhr, Panel 3

Prof. Dr. Eva-Maria Auch, Humboldt Universität zu Berlin Die Deportation der Deutschen aus Aserbaidschan

Prof. Dr. Zaur Gasimov, Türkisch-Deutsche Universität, Istanbul, Die Deportation der Krimtataren

Diskussion, Moderation: Dr. Alfred Eisfeld, Göttinger Arbeitskreis e.V.

 

10.30 - 11.00 Uhr, Kaffeepause

 

11.00 - 12.30 Uhr, Panel 4

Dr. Alfred Eisfeld, Göttinger Arbeitskreis e.V., Evakuierung und „Repatriierung“ der verbliebenen Schwarzmeerdeutschen

Dr. Dmytro Myeshkov, Nordost-Institut, Lüneburg, Eine ukrainedeutsche Gemeinde im Kontext der (Zwangs-)Migrationen der 1930-1960er Jahre

Diskussion, Moderation. Prof. Dr. Kirsten Bönker, Nordost-Institut, Lüneburg

 

12.45 - 14.00 Uhr, Pause

 

14.00 - 15.45 Uhr, Panel 5

Prof. Dr. Zhanna Kydyralina, Eurasische Nationale Universität, Astana, Einsatz in der Arbeitsarmee

Prof. Dr. Nelli Krasnobaeva, Ostkasachische Technische Universität, Astana, Lebensbedingungen in den Sondersiedlungen (zugeschaltet per Videokonferenz)

Johannes Dyck, Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold, Religion und religiöse Erweckung als Überlebensstrategie

Diskussion, Moderation: Dr. Katharina Dück, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim

 

15.45-16.15 Uhr, Kaffeepause

 

16.15-18.00 Uhr, Panel 6

Dr. Viktor Krieger, Bayerisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland, Nürnberg, Das Problem der sowjetischen Täter, Mittäter und Mitläufer am Beispiel des Zwangsarbeitslagers Tscheljabmetallurgstroj 1942-1946

Prof. Dr. Victor Dönninghaus, Nordost-Institut, Lüneburg, Die Suche nach Heimat: Autonomie- und Ausreisebewegung als Spätfolge der Deportation

Dr. Katharina Dück, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim, Brüche von Sprachbiographien und Sprachidentitäten der Deutschen in Staaten der ehemaligen Sowjetunion als Folge der Deportationen von 1941

Diskussion, Moderation: Kornelius Ens, Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold

 

Sonntag, 20. September 2026

09.00 - 10.45 Uhr, Panel 7

Prof. Dr. Andrii Kudriachenko, Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine, Kyjiw, Ukrainische Historiographie der Deportationen

Natalja Salnikova-Glaubitz, Universität Freiburg, Von der Deportation zur Migration? Museale Erzählungen russlanddeutscher Geschichte und ihre narrativen Horizonte in Deutschland und Russland

Edwin Warkentin, Kulturreferat für Russlanddeutsche, Detmold, Aushandlungen kollektiver Erinnerung: Gedenkkulturen zum Kriegsfolgenschicksal im transnationalen Vergleich

Diskussion, Moderation: Dr. Dmytro Myeshkov, Nordost-Institut, Lüneburg

 

10.45 - 11.00 Uhr, Kaffeepause

 

11.00 - 12.10 Uhr, Panel 8

Prof. Dr. Otto Luchterhandt, Universität Hamburg, Kriegsfolgenschicksal und Aufnahme von (Spät-)Aussiedlern in Deutschland

Dr. Felix Riefer, Universität Freiburg, Scheinbemühungen des Kreml um die (Spät-)Aussiedler: Desinformation vor dem Hintergrund von Informationsdefiziten

Diskussion, Moderation: Prof. Dr. Eva-Maria Auch, Humboldt Universität zu Berlin

 

12.10 - 12.20 Uhr, Pause

 

12.20 - 13.30 Uhr, Podiumsdiskussion

Die Deportation als zentrales Trauma und identitätsstiftendes Element der Deutschen in und aus Osteuropa, Sibirien, Zentralasien und Kaukasien

Dr. Katharina Dück, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim

Dr. Alfred Eisfeld, Göttinger Arbeitskreis e.V.

Edwin Warkentin, Kulturreferat für Russlanddeutsche, Detmold

Moderation: Dr. Felix Riefer, Universität Freiburg

 

WEITERE HINWEISE

Einlass: 18.09.2026 ab 14.00 Uhr, 19. und 20.09.2026 ab 08.30 Uhr

Sprache: Deutsch

EINTRITT FREI

MIT ANMELDUNG

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und auf unserem YouTube-Kanal Flucht, Vertreibung, Versöhnung veröffentlicht.

Eine Veranstaltung der Kommission für die Deutschen in und aus Osteuropa, Sibirien, Zentralasien und Kaukasien in Kooperation mit dem Nordost-Institut, Lüneburg, dem Museum und Kulturreferat für Russlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold, und dem Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin.
Logo: Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Logo: Beauftragter für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
Logo: Kulturreferat für Russlanddeutsche
Logo: Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte
Logo: Nordost-Institut Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e. V. (IKGN e.V.)
Logo: WKDO