Blick in den Lesesaal © aatvos bv / Marco Heyda

Bibliothek & Zeitzeugen­archiv

Im ersten Obergeschoss des Dokumentationszentrums ist ein offener Wissensort entstanden, ein Raum zum Verweilen und für Gespräche. Unser Interesse an Menschen und ihren Geschichten spiegelt sich in der Gestaltung, die das Team der Stiftung mit den Designerinnen und Architekten von aatvos aus Donderen (Niederlande) entwickelte.

Wir laden Sie ein, nach dem Rundgang durch die Ausstellung den Lesesaal der
Bibliothek und des Zeitzeugenarchivs zu besuchen, um in Büchern zu lesen und in
persönlichen Berichten zu stöbern und das Erfahrene zu verarbeiten. Ihnen stehen auf 400 Quadratmetern rund 40 Einzel- und Gruppenarbeitsplätze sowie Sitzbereiche auch für einen längeren Aufenthalt zur Verfügung. An Medienstationen können Sie in unseren Beständen und externen Datenbanken zur Familienforschung recherchieren.

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Lesesaal Der Lesesaal von Bibliothek und Zeitzeugenarchiv © aatvos bv / Marco Heyda

Öffnungszeiten

Di - Fr 10 - 19 Uhr

Bibliothek

Die wissenschaftliche Spezialbibliothek der Stiftung sammelt deutsche und fremdsprachige Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sowie digitale Medien. Der thematische Schwerpunkt umfasst nicht nur Flucht und Vertreibung der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs, sondern auch Zwangsmigrationen in Europa und darüber hinaus.

Neben aktueller Forschungs- und Fachliteratur zu den Schwerpunkten Flucht und Vertreibung, Zwangsmigrationen und „ethnische Säuberungen“ sowie Erinnerungskultur, bildet der Bestand der 1999 erloschenen, ehemaligen „Stiftung Deutschlandhaus“ einen wichtigen Grundstock.

Der Bestand der Bibliothek kann über den gemeinsamen Online-Katalog des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung, des Deutschen Historischen Museums und des Alliierten-Museums recherchiert werden.

Interview mit Ida Fischer © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Oral History-Sammlung

An den Medienstationen im Lesesaal können Sie in zahlreichen Zeitzeugeninterviews recherchieren. Die Stiftung hat bisher über 60 mehrstündige lebensgeschichtliche Interviews durchgeführt, in denen verschiedenste Dimensionen von Flucht und Vertreibung thematisiert werden. Der lebensgeschichtliche Ansatz ermöglicht es, die subjektive Erfahrung der Zwangsmigration in ein Leben davor und danach einzuordnen und die unterschiedlichen Auswirkungen zu analysieren.

Sitzender Teddybär © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Blaues Handy mit arabischen Schriftzeichen auf Tastatur © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Foto: Thomas Bruns
Salzstreuer in Hundeform © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Gebastelte Puppe aus Bangladesh, aus Papiertüte © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Heimaterde © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Foto: Thomas Bruns
Schlüssel mit Band Hausschlüssel aus Königsberg, 1945: Paul Rohrmoser nimmt bei der Flucht aus Königsberg im Januar 1945 die Schlüssel seines Hauses mit. Er hofft, nach Kriegsende dorthin zurückkehren zu können. Dies gelingt jedoch nicht. © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Foto: Thomas Bruns
Rettungsweste Rettungsweste, Pozallo (Italien), 2016: 2019 sind mehr als 120.000 Menschen über das Mittelmeer geflohen, darunter viele Menschen aus Syrien. Mehr als 1.300 Menschen starben auf diesem Fluchtweg. Viele von ihnen haben keine brauchbaren Rettungswesten. Erst bei Rettungsaktionen bekommen sie diese auf den Schiffen der NGOs oder der Küstenwache. © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Foto: Thomas Bruns
Handwagen Handwagen, Ostbrandenburg, 1945: Familie Werth wird im Frühsommer 1945 aus Reetz in Pommern vertrieben. Zu Fuß bewältigt die Familie eine Strecke von 200 Kilometern bis sie Berlin erreicht. Ihre Habe transportiert die Familie in einem Handwagen. © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Foto: Thomas Bruns

Objektsammlung

Das Dokumentationszentrum bewahrt Objekte insbesondere für die Ständige Ausstellung sowie für Sonderausstellungen. Dazu zählen unter anderem Plakate, politisches Propagandamaterial, Fotografien, Landkarten, Zeitungen, Gemälde sowie Fluchtgepäck und Transportmittel.

Sind Sie im Besitz von Objekten zu Ihrer Flucht- oder Vertreibungsgeschichte, die Sie uns überlassen wollen? Bitte nehmen Sie vor Ihrem Besuch Kontakt mit uns auf (info@f-v-v.de), damit wir einen sorgsamen und fachlichen Umgang mit Ihren Gegenständen gewährleisten können. Bitte bringen Sie ohne vorherige Terminabsprache mit uns keine Objekte und Dokumente mit!

Ihre Ansprechpartner

Sie haben Fragen zu Bibliothek & Zeitzeugenarchiv?

Dr. Nils Köhler

Bereichsleiter Dokumentation & Forschung/ Abwesenheits- vertretung der Direktorin

Dr. Andreas Kossert

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Dokumentation und Forschung

Barbara Kurowska

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Zeitzeugenarchiv

Anka Lück

Bibliothekarin

Jörg Schlösser

Archivar