Bildung & Vermittlung

Das Dokumentationszentrum versteht sich als ein Ort historischer Bildung und lebendiger Debatten im Geiste der Versöhnung. Das vielfältige Vermittlungsangebot richtet sich an Zeitzeug*innen und ihre Nachkommen, Schulklassen und Jugendgruppen, an Besuchergruppen aus dem In- und Ausland sowie an Lehrkräfte und Studierende. An zentraler Stelle in der Ständigen Ausstellung laden das Forum und die Werkstatt das Publikum ein, sich aktiv zu beteiligen.

Erfahren Sie mehr

Wann finden unsere öffentlichen Führungen statt?

Donnerstag 17 Uhr

Samstag 15 Uhr (ab 1. November 14:30 Uhr)

Sonntag 15 Uhr (ab 1. November 14:30 Uhr)

Buchen Sie hier Ihr Ticket für eine Öffentliche Führung durch die ständige Ausstellung:
Ticket buchen

Bis Ende 2021 bieten wir unsere öffentlichen Führungen kostenfrei an.



Sunday 4:30 pm

Book your ticket for a public guided tour through the permanent exhibition now:
Ticket

Until December 2021 we offer free admisstion to our public guided tours.







Jeden 1. Samstag im Monat bieten wir um 16:30 Uhr wechselnd öffentliche Führungen mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache, in Leichter Sprache sowie für blinde und sehbehinderte Menschen an.

Angebote der Bildung und Vermittlung

Überblicksführungen durch die Ständige Ausstellung

Vielfältige Objekte, bewegende Geschichten und kontroverse Fragen in 75 Minuten: Wir bieten mehrmals wöchentlich öffentliche Überblickführungen durch die Ständige Ausstellung an.

Thematische Führungen für Gruppen

Thematische Führungen zum Thema Flucht und Vertreibung mit regionalem Schwerpunkt, u.a. zu Schlesien, Ostpreußen, Südosteuropa sowie zu Fluchtgebieten heute.

Führungen für Schulklassen

Dialogische und beteiligungsorientierte Ausstellungsführungen für Schulklassen und Jugendgruppen: In 90 Minuten erkunden die Jugendlichen die Ausstellung selbst.

Workshops für Schulklassen

Multiperspektivische und methodisch abwechslungsreiche Workshops stellen die Themen Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration in Bezug zu übergreifenden Lernfeldern der Lehrpläne wie Migration und Bevölkerung, Erinnerungskultur oder Identität. Auf Wunsch bieten wir Materialien zur Vor- und Nachbereitung an.

Fortbildungen

Für Lehrkräfte und Referendar*innen bieten wir im Rahmen von Fachseminaren thematisch-methodische Einführungen und Fortbildungen an.

Inklusive Formate und Angebote

Die inklusiven Formate im Dokumentationszentrum sind für ein vielfältiges Publikum zugänglich und erlebbar. Mehr zu den inklusiven Angeboten und Barrierefreiheit finden Sie hier.

Zielgruppe: Sekundarstufe I und II

Sprache: Deutsch, Englisch

Preis: Kostenfrei im Bereich der schulischen Bildung

Was führt dazu, dass Menschen fliehen müssen oder vertrieben werden? Wie entsteht Ungleichheit und wie funktioniert Ausgrenzung? Und wie können Integration und Vielfalt gelingen? Im historischen Längsschnitt beleuchtet der Workshop Ursachen von Zwangsmigration und fragt, welche Strukturen und Muster zu Flucht und Vertreibung führen. An Fallbeispielen aus dem 20. Jahrhundert (u. a. griechisch-türkischer Bevölkerungsaustausch 1922/23, Verfolgung von Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus, Flucht und Vertreibung der Deutschen, Teilung Britisch-Indiens 1947, Jugoslawienkriege der 1990er Jahre) beschäftigen sich die Schüler*innen mit Konzepten und Kategorien wie „Nation“, „Mehr- und Minderheit“, „Identität“ und „Feindbilder“. (Nicht-)Zugehörigkeiten und (Fremd-)Zuschreibungen werden dabei sowohl als Ursache von Zwangsmigration untersucht sowie als deren Folge. Anhand dieser universellen Aspekte schärfen die Schüler*innen ihren Blick für gesellschaftliche Herausforderungen und aktuelle Debatten, etwa zu Flüchtlingspolitik, Nationalismus oder Integration.

ab Frühjahr 2022

Zielgruppe: Sekundarstufe I

Sprache: Deutsch, Englisch

Preis: Kostenfrei im Bereich der schulischen Bildung

ab Frühjahr 2022

Zielgruppe: Sekundarstufe II

Sprache: Deutsch, Englisch

Preis: Kostenfrei im Bereich der schulischen Bildung

Zielgruppe: Sekundarstufe I und II

Dauer: 4 Stunden (inkl. Pause)

Preis: Kostenfrei im Bereich der schulischen Bildung

Infolge des Zweiten Weltkriegs waren in Europa Millionen Menschen auf der Flucht oder wurden vertrieben. Dazu gehören 14 Millionen Deutsche, die ihre Heimat in den ehemaligen Ostprovinzen des Deutschen Reiches und den Siedlungsgebieten in Ostmittel- und Südosteuropa verloren. Der Workshop stellt dieses zentrale Kapitel der deutschen Zeitgeschichte in den Kontext der nationalsozialistischen Ideologie, Besatzung- und Vernichtungspolitik. Dabei werden Ursachen differenziert beleuchtet und unterschiedliche Perspektiven der alliierten Großmächte sowie Polens und der Tschechoslowakei betrachtet. Die historisch-politische Dimension wird an persönlichen Geschichten sowie Akteurs- und Betroffenenbiografien veranschaulicht. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Integration der Vertriebenen in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften nach 1945 sowie persönliche und öffentliche Erinnerung an Flucht und Vertreibung. Methodisch arbeiten die Schüler*innen selbstständig mit Objekten, Dokumenten, Zeitzeugen-Interviews und Medien der Ausstellung und lernen, diese multiperspektivisch zu betrachten und hinterfragen.

Leitlinien der Bildungsarbeit

Die Bildungsarbeit im Dokumentationszentrum, gerade mit Schulklassen und Jugendgruppen, orientiert sich an methodischen Leitlinien für das historische Lernen.

Führung © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Foto: Felice Fornabaio

Bezug zur Lebenswelt

Unsere Bildungsarbeit thematisiert Zwangsmigration nicht als abstraktes historisches Geschehen, sondern knüpft bewusst an den heutigen Lebensalltag von Jugendlichen und Erwachsenen an.

Handlungsorientiertes Lernen

Die Bildungsformate regen dazu an, sich möglichst eigenständig mit der Geschichte von Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration auseinanderzusetzen. Sie geben Raum für Impulse, Diskussionen und Kontroversen.

Perspektiven sichtbar machen

Wir zeigen differierende nationale, politische, soziale Perspektiven auf. In den Programmen setzen sich die Teilnehmer*innen mit kontroversen Standpunkten sowie den jeweiligen Argumentationen auseinander.

Selbstreflexion des Dokumentationszentrums

Ausstellungen prägen wie Filme, Literatur oder Denkmäler unsere Geschichtskultur. Die Selbstreflexion als erinnerungskulturelle Institution mit kontroverser Geschichte ist deshalb Bestandteil der Bildungsarbeit.

Von Menschen erzählen

Hinter fast jedem Objekt verbergen sich persönliche Geschichten und Schicksale einzelner von Zwangsmigration geprägter Menschen. Diese Narrative stehen im Zentrum der Vermittlung.

Ihr Ansprechpartner

Sie haben Fragen zum Thema Bildung und Vermittlung?

Besucherservice

Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung